IIn der letzten Zeit plagt mich etwas das gewissen.
Auch das ein Teil meiner Auszeit…
Zurzeit arbeite bzw befinde ich mich in Ausbildung zum Koch. Zu kochen liebte ich schon mein ganzes Leben. Es macht mir spass andere Leute zu verwöhnen und aus den einfachsten Zutaten spezielle Gerichte zu zaubern.
Doch nach meinem ersten Jahr war mir klar, ich werde die Ausbildung abschliessen, jedoch nach meiner Lehre nicht mehr weiter als Koch arbeiten.
Ich will bzw würde nur zu gerne bei Apple einsteigen.
Dies muss zuerst jedoch auch geschafft werden.
Doch nun arbeite ich wie schon erwähnt in einem neuen Hotel. Da ist es so einiges strenger, es läuft viel mehr und trozdem macht es mir noch spass. Obwohl ich eigentlich schon nach kurzer Zeit dachte, omg und das die nächsten 9 Monate.
Nun nach meinem ersten Monat plagt mich mein Gewissen.
Ich habe an meinem neuen Arbeitsplatz Unterstiften, also kann ich sie mitausbilden. Dies macht mir so eine Freude und es macht einfach nur unglaublich spass, mein Wissen weiterzugeben.
Ich merke wie gross das mein wissen schon angewachsen ist.
Sogar meine Ausbildner sagen ich habe ein wissen, welches das eines auszubildenden übertrifft(soll jetzt nicht eingebildet klingen).
Dies wäre im Falle eines abganges nach meiner Lehre ja beinahe verschwendet.
So wie ich momentan arbeite macht es mir auch viel mehr spass an meinem alten Arbeitsplatz. Das liegt am Team, an der Art des Betriebes ( 3 verschiedene Restaurants, 1 Küche, von der Bauernstube bis zum Gourmetrestaurant).
Soll ich nach meiner Lehre wirklich aufhören, den Beruf auszuüben welchen ich zurzeit gerne mache, scheinbar auch gut…
Jedoch wäre der Job bei Apple ein Traum welcher in erfüllung gehen würde. Auch wenn ich dann wohl den Apfel aus meinem Blog streichen müsste…
Zum Glück habe ich noch 8 Monate und hoffe die Zeit bringt mir etwas aufschluss…
Wie seht ihr das ganze…soll ich einfach den Job bei Apple versuchen zu machen und wenn ich es nicht schaffe als Koch weiterarbeiten. Oder soll ich eine oder zwei Saisons auf dem Koch weiterarbeiten und mich erst dann entscheiden?
Mirko
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Ich würde einfach das machen, was dir wirklich Spass macht und das Kochen macht dir ja sichtlich Spass. Auf der anderen Seite ist es ja nie zu spät, auch mal die Richtung zu wechseln. Damit will ich sagen: Wenn dir die aktuelle Anstellung gut gefällt, warum also nicht noch etwas ausüben?
Schlussendlich musst aber auch du entscheidenund dazu must du dich wahrscheinlich auch vor allem gut informieren und dich dann auch auf dein Gefühl verlassen. Die Entscheidung kann man dir jedoch schlussendlich nicht abnehmen
Wenn ich den – etwas wirren/wenig strukturierten – Post lese, kriege ich den Eindruck, da schlagen zwei Herzen in Deiner Brust.
Zum Einen die Liebe zum Kochen.
- Da kannst Du wirklich etwas und hast das Dir und Anderen auch schon bewiesen. Das Feedback Deiner Ausbilder sagt ja alles (und leichtfertig werfen die bestimmt nicht mit Lob um sich, also hast Du es bestimmt verdient).
- Das gibst Du auch gerne an Andere weiter, hast Spass dabei, und kriegst auch da eine positive Rückmeldung. Auch das (Lehren) kannst Du.
- Trotz der Probleme mit dem Arbeitsplatz (Pleite des früheren Hotels) hast Du Dich durchgebissen, bist dabei geblieben (das wäre ja *die* Gelegenheit gewesen, alles hinzuwerfen) und hast Dich auch im neuen Hotel eingefunden.
Ganz ehrlich: Ich kenne fast niemanden der so zufrieden ist mit dem was er schon geschafft hat, der tatsächlich etwas geleistet hat (und sich das nicht nur einredet) und obendrein Spass an allem hat. Respekt. Das ist etwas, dass Dir niemand mehr nehmen kann – und wenn Du das weiter machen würdest, wäre ich sehr interessiert, wohin Du es noch schaffst.
Und da ist die Liebe zu Apple.
Und genau hier habe ich eigentlich keine Ahnung, was Du meinst. Das liegt vielleicht daran, dass ich zu wenige Posts Deiner Webseite kenne, aber die Fragen die sich mir stellen sind:
- Was willst Du denn bei Apple tun? Einfach nur “angestellt” sein ist es ja wohl nicht. Das wird Dir übrigens nicht viel geben, denn nach einer Zeit (Wochen. Monate.) ist auch der tollste Arbeitgeber nichts Neues mehr, alle Bekannten sind schon mal beeindruckt worden und letztlich gehts dann ums Arbeiten – und da ist Apple eine Firma wie andere auch.
- Warum willst Du denn ausgerechnet zu Apple? Was hat Apple was andere Firmen nicht bieten? Und bist Du Dir sicher, dass Apple das, was Du suchst, auch tatsächlich bietet?
Gruß von Einem, der für Apple gearbeitet hat.
@Michi
Ja da hast du völlig recht.
@Wolf
Zuerst einmal vielen Dank für die Ausführliche Antwort.
Wenn ich den Beitrag nun noch mals durchlese dann ist er wirklich ziemlich wirr, ich sollte mir wohl angewöhnen, vor der veröffentlichung, den Beitrag ein zweites mal durchzulesen.
Als ich gestern Abend nach dem Arbeiten dein Kommentar sah war ich erst einmal baff. So etwas zu lesen es hat mich nochmehr zum nachdenken angeregt.
Du hast mir so klar aufgezeigt was ich nicht sah (ob vor lauter Bäume bzw Kochlöffel weiss ich nicht…).
Vielen dank dafür. Doch scheinbar muss ich dir das mit Apple noch etwas genauer erklären.
Schon seit meiner Kindheit bin ich mit Apple verbunden. Daher habe ich auch ein ziemlich grosses Wissen angesammelt. Ich würde also vom Verkauf(welcher mir spass macht, sehe ich schon bei der weiterempfehlung an Freunde) von Reparaturen bis zu weis was ich machen wollen.
Doch ist mir klar das ich dies nicht vom ersten Tag an machen kann.
Ich will auch nicht in einen Applestore in welchem man nur eine Nummer ist und nicht wirklich eine Kundenbindung hat. Vorallem erscheint mir der Store als ziemlich steril, also nicht ein Ort an welchem man wirklich viel spass hat.
Zu Apple will ich weil ich völlig hinter die Produkte stellen kann, da ich sie selbst auch brauche. Ihre macken und vorteile gegenüber anderen produkten kenne.
Ebenfalls weil es mir einfach spass macht andere Leute von der gebotenen Qualität zu überzeugen.
Von demher vermute, würde ich bei apple schon das finden, was ich will.
Darf das mal mit meinen Worten formulieren?: Du würdest gerne bei Apple arbeiten, weil Du Dich mit den Produkten (und vermutlich auch die Philosophie dahinter) identifizieren kannst. Richtig?
Das was Apple dir gibt ist das Gefühl, für das “richtige” Unternehmen zu arbeiten und mitzuhelfen, die Welt ein Stück weit zu verändern.
Richtig?
Wenn ja, dann ist das schon mal ein guter Grund, nicht bei IBM, Microsoft oder Aldi anzufangen.
Falls nein, dann erklär es mir nochmals. Ich bin manchmal begriffsstutzig…
Bei Deinen Vorstellungen wäre ein Job im Apple Store tatsächlich
a) das Richtige im Hinblick auf Deine aktuellen Fähigkeiten (Know-how um Apple Produkte)
und
b) das Falsche im Bezug auf Deine Einstellung, denn dort bist Du nicht Apple-Mitarbeiter, sondern Verkäufer in einer Ladenkette. Da könntest Du auch bei MediaMarkt in der Apple-Abteilung oder einem beliebigen anderen Apple-Händler arbeiten. Die Apple Stores sind nicht Apple. Apple Inc sind die paar auf der Welt verteilten Headquarter, wo Strategie und Produkte entwickelt werden. Und selbst da ist alles ausserhalb von Californien eigentlich nur zweite Garde.
Das Problem ist, dass Apple Inc. selbst eigentlich nichts mit Kunden zu tun hat.
- Die Ladenkette ist eine eigene Firma, das hatten wir gerade. Firmiert unter Apple, aber Apple selbst ist es egal wer Du bist, was Du tust, ob Du bleibst, oder gehst.
- Das Support Center ist in Privat- und Firmenkunden getrennt, aber beides ist in Händen eines privaten Dienstleistungsunternehmens (einem Call Center halt; schlecht bezahlt und schlecht ausgebildet (Sorry)). Hier bist Du noch mehr eine Nummer ohne Bedeutung als anderswo.
- Den Vertrieb machen tatsächlich Apple Mitarbeiter selbst, allerdings beschränkt sich das auf sehr große Kunden (Elektronikmärkte, einzelne Unternehmen, meist US-amerikanische, die auch in Europa Niederlassungen haben). Die Anzahl der Vertriebsmitarbeiter, die man für so wenig Kunden braucht ist an einer Hand abzuzählen (mit viel Luft) und sowohl hart umkämpft als auch in der Vergangenheit immer nur an sehr erfahrene Vertriebler vergeben, die praktisch einen wichtigen Kunden mitgebracht haben.
- Consulting / Beratung macht Apple nicht, sondern lässt das den Händlern (denen ja sonst jedes andere Geschäft weggenommen wurde).
Apple Inc selbst hat sicher viele Stellen, aber das sind schon sehr spezielle Aufgaben.
- Die Produktentwicklung ist sicher das Heiligtum, neben Unternehmensstrategie. Allerdings auch nur von wenigen Leuten betrieben.
- Controlling / Management der Finanzen ist überproportional gut besetzt. Da haben die richtig was auf dem Kasten (wo auch nicht), aber das hat nichts mit Kunden zu tun und setzt auch eine entsprechende Erfahrung (und Studium) voraus.
- Programmierung (für OS X, iPhone, iWork, iLife, blafasel) ist bestimmt interessant. Mit Kunden hat man da aber nichts zu tun.
Hm. Ich merke schon, der Post geht so ein bisschen in die Hose. Mir liegt ja nichts daran, jemandem seine Träume auszureden. Im Gegenteil.
Sagen wir mal so: Ich würde mir an Deiner Stelle überlegen, ob ich nicht doch in einem Apple Store anfange und mich dann zu einem Consultant bei einem der großen Apple Händler (Cancom od. ähnl.) weiterentwickle.
Im Store bist Du Apple “am nächsten” und kannst mit Menschen arbeiten. Man lernt dort wohl auch, wie man die dämlichen Entscheidungen von Apple rechtfertigt (oh doch, die gibt es) und trotzdem ist man nicht mit dem Unternehmen verheiratet (lies: kann seine eigene Meinung haben und sagen).
Als Berater hast Du zwar keinen Arbeitsvertrag von Apple, lernst aber die Firmen kennen, die im großen Stil Apple Produkte einsetzen. Und darüber auch die Leute auf beiden Seiten, also auch der Seite, die Dich so besonders interessiert.
Möglicherweise ergibt sich so die Chance in die internen Stellenausschreibungen Einblick zu kriegen, einen Fürsprecher zu finden und eine Job direkt bei der Corp zu ergattern.
Allerdings sag ich nochmals ganz leise – und wirklich ohne es bös zu meinen – dass Apple schon sehr speziell ausgebildete Leute sucht, meist mit gehöriger Erfahrung (also älter) und Studium inkl. allem PiPaPo. Es macht ja auch keinen Sinn, sein Leben lang auf etwas hinzuarbeiten, dass man nie erreicht. Das frustriert ja, auch wenn es mir natürlich Respekt abringt.
Andererseits sind wir alle nicht als Apple-Mitarbeiter auf die Welt gekommen. Ich habs auch dorthin geschafft (wenn auch zu völlig anderen Zeiten) und bin nun wirklich kein sehr vorbildlicher Schüler/Student/etc. gewesen.
An seine Träume glauben und sie verwirklichen finde ich bewundernswert. Ich hoffe Du schaffst es, was auch immer Du anstrebst!
So wie ich mitgekriegt habe liegt dir das Kochen wirklich…
und wie du sagst… es wäre wirklich schade, wenn du diese Gabe verkümmern lassen würdest.
Ich war auch kurz davor meine Informatiker Laufbahn abrupt zu beenden, jedoch nicht weil ich den Beruf an und für sich nicht mehr ausüben wollte, sondern weil ich die Gebaren innerhalb einer Firma verwechselt hatte mit dem Beruf und mir dadurch die ganze Freude die ich ehemals verspürt hatte abhanden gekommen ist.
Nachdem ich die Stelle gewechselt hatte und mir ein paar Monate Zeit gegeben hatte mich wieder zu akklimatisieren und die Flamme der Begeisterung zu schüren muss ich sagen… das ist jetzt zwei Jahre her und ich bin in meinem Beruf wieder so glücklich wie zu der Zeit als ich damit angefangen habe…
Gib dir noch ein wenig Zeit, breche nichts übers Knie… akzeptiere die Gefühle in Dir, welche sich sicherlich im Laufe der Zeit noch ändern werden… und dann wäge wieder ab… Egal welchen Weg du wählst, es ist der Richtige für dich in diesem Moment…
Wie wäre es, wenn du beides miteinander Kombinieren würdest?
Nein, du sollts dich nicht auf Apfelringe und sonstige Apfelkrapfen Gerichte beschränken…
Aber evtl ergibt sich ja etwas, was es dir ermöglicht, z.b. mit anderen zusammen, nach der Ausbildung ein stylisches Applelastiges In Lokal eröffnen zu können
Mit mir hättest du sicherlich bereits deinen ersten Stammkunden auf sicher