6:59 zeigt die Neongrüne Digital Uhr an, noch ist Sie in ihren Träumen.
Die letzte Minute Ruhe und Erholung, wenn sie es doch nur wüsste.
Denn heute wird sie ups und downs erleben. Doch schlussendlich wird sie zur Heldin…
Der Wecker beginnt langsam zu läuten, immer ansteigend, soll ja scheinbar ein angenehmeres aufwachen ermöglichen. Doch angenehm ist der schrille Piepton ganz und gar nicht.
Die Augen langsam öffnend, die für kurze Zeit blendende Wand erblickend, realisiert sie die Nacht ist vorüber.
Sich in den Augen reibend steht sie auf und geht in die Küche, die Zeitung liegt schon auf dem Tisch. Papa ist schon weg.
Zutaten:
Ascorbinsäure, Weizendunst, Solph.. ach was es alles in den Cornflackes drin hat. Sie mag es die Zutaten von Lebensmittel zu lesen, es ist schon fast ihr Hobby. Gestern erst hat sie bemerkt das in ihrem Lieblingsschokoladenrigel eine neue Zutat drin ist. Da hat sich also nicht nur das Design von der Verpackung verändert…
Milch und etwas Schockoladenpulver dazugegeben und den Löffel reingesteckt, etwas einweichen lassen und in der Zwischenzeit die erste Seite der Zeitung lesen. Eigentlich müsste sie ja französchisch lernen. Ach wenn sie doch nur das DELF schon geschafft hätte. Also geht sie die Treppe wieder hoch und holt sich das Buch aus ihrem Zimmer. Wieder in der Küche angelangt sind die Cornflakes zu stark eingeweicht und lassen sich schon fast trinken. Zuerst stundenlang in die Nacht reingebüffelt und dann am nächsten Morgen die Cornflakes verdorben. Französisch ist eindeutig für übel auf dieser Welt verantwortlich.
In 20 Minuten fährt der Zug also noch schnell ins Bad und frisch machen. Schminken muss nicht sein, sie ist gerne natürlich wenn sie doch weiss was alles künstliche sie tagtäglich essen.
Den Zug hat sie problemlos erwischt, auch wenn sie beinahe noch den Blick am Abend von gestern Anstalt die 20 Minuten geschnappt. Wenn sie nur wüsste das ein Zug sie heute zur Heldin machen würde.
Im Abteil sitzend blättert sie die Tageszeitung durch. Wiedermal nur Promis, Krieg und Sport, nichts interessantes. Sie nimmt schon mal die Taschen auf ihre Beine, denn bei der nächsten Haltestelle steigt immer halb Zürich ein, so scheint es ihr. Jeder Platz wird besetzt und es müssen dennoch viele Leute stehen.
Manchmal setzt sie sich gar nicht, denn zwei Haltestellen später muss sie ja sowieso raus.
Da ist es angenehmer sich nicht durch die Menschenmenge zu quetschen müssen.
Es setzt sich ein festerer Mann neben sie, komisch den hat sie noch nie gesehen hier, man kennt ja beinahe jeden Pendler hier im Zug auch wenn nur vom sehen her.
Na toll er schwitzt, stark. Deos scheint er nicht zu kennen. Genial, vielen Dank Schicksal. Doch dies wird sie Heute noch belohnen, wenn sie nur wüsste…
Dann klingelt sein Handy, entsetzt hört sie auf als er in das Handy reinspricht. Franzose… ein weiterer Grund die Sprache nicht zu mögen, vielleicht einfach auch nur diesen hier, aber passen tut es gerade perfekt in ihr Hassbild.
Froh auszusteigen zu können verlässt sie den Zug und ist beinahe schon an ihrem Arbeitsplatz. Die Unterführung genommen und da in der Mitte die Türe mit dem Schild Nur für Mitarbeiter geöffnet.
Finger auf den Scanner gehalten und ab jetzt ist sie im System eingeloggt unter dem Status am Arbeiten.
Zu ihrem erstaunen hatte sie bis zu Ihrer Mittagspause, in welcher Sie gemütlich ihr, mit Eigelb,Sonnenblumenöl,Salz,Vollkornmehl(Roggen, Weizen, Hafer) und noch mehr Zutaten bepacktes, Sandwich verspeist noch kein Franzose am Schalter gehabt. Zum Glück denn so konnte sie wieder etwas Zuversicht für den Tag gewinnen. Am Nachmittag muss sie nämlich nicht arbeiten, sondern nach Luzern zu einer internen weiterbildung.
Also macht sie sich auf den Weg denn 14.04 fährt der Zug ab. Auf dem Weg merkt sie dass die Zeit schneller vergeht als gewünscht und beginnt etwas schneller zu laufen.
Sie kommt doch noch rechtzeitig und sieht gerade den Zug einfahren. Der Moment ist gekommen. Sie weiss es nicht doch die Heldentat steht kurz bevor.
Der Zug hält.
Sie läuft zu einer Türe. Es haben sich schon mehrere Personen um die Türe versammelt. eingestiegen ist aber noch niemand obwohl sich die Türen öffnen lassen würden. Ist da etwas passiert, das oder etwas anderes ist ihr bestimmt durch den Kopf gegangen als sie sich näherte.
Nein die warten einfach nur. Sie erlöst die Menschen aus ihrer Starre. Sie drückt den Türöffnungsknopf und hat somit 20 Personen den Tag gerettet. Was wäre wohl mit all den Menschenleben passiert wenn sie die Türe nicht geöffnet hätte.
Sie selbst und auch die anderen Personen realisieren nicht was sie gemacht hat. Ich aber als Zuseher und mitstehender finde sie sollte ab heute als Heldin bezeichnet werdet.
Ich habe nur die Zugseinfahrtszene beobachtet und den Rest selbst geschrieben aber so in etwa Stelle ich mir ihren Tag vor.
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